ÖWA Q2 / 2014: Willhaben überholt Standard

Die Österreichische Web Analyse (ÖWA) hat ihre Daten für Juni veröffentlicht, damit liegen auch die Werte für das 2. Quartal 2014 vor. Unter den Top-20 gibt es einige Veränderungen im Vergleich zu Q2 des Vorjahres:

Neu eingestiegen ins Ranking ist die Styria Digital One, die es Vorjahr in dieser Form noch nicht gab. Die anderen, hier für 2013 grau hinterlegten Online-Angebote waren im Vorjahr noch nicht unter den Top 20.

Die Konzentration steigt dabei leicht an: Haben die Top-10-Angebote 2013 noch rund 51% aller von der ÖWA erfassten Visits generiert so sind es jetzt im Q2 / 2014 bereits 54%.

Interessantester Neueinstieg in die ÖWA ist übrigens dietagespresse.com: Das von Fritz Jergitsch betriebene Satireportal kommt auf fast eine Million Visits – ein beachtliches Ergebnis für eine One-Man-Show außerhalb der Strukturen von klassischen Medienhäusern .

Gewinner und Verlierer

Die ÖWA misst ja drei Kerngrößen – Visits, Page Impressions und Unique Clients. Um eine sinnvollere und präzisere Aussage über die Entwicklung eines Onlinedienstes zu treffen, habe ich die Veränderungen von allen drei Werten errechnet (im Vergleich zum Vergleichszeitraum des Vorjahres) und dann den Durchschnitt gebildet.

Damit klarer wird, wie relevant dieses Ergebnis ist, habe ich zwei Dinge getan:

  1. zusätzlich noch die Visits absolut angegeben und
  2. auch eine Tabelle erstellt, die nach der absoluten Veränderung bei den Visits gereiht ist.

Dabei ist zu beachten, dass durch die seit Anfang 2013 bestehende Möglichkeit, mobile Zugriffe hier mit auszuweisen, die Zuwächse bei manchen Diensten auch stark davon geprägt sind.

Der Blick auf die Verlierer zeigt ein paar (einstmals) prominente Namen:

  • Das Jobportal Xing scheint nicht nur in Österreich ein zunehmendes Problem zu bekommen. Im Wettbewerb mit z.B. LinkedIn droht möglicherweise ein ähnlich fatales Schicksal wie bei den VZ-Diensten gegen Facebook. Xing hat an die 800.000 Visits – rund die Hälfte der Gesamtwerte – in einem Jahr verloren.
  • Ein paar früher große Dienste sinken rapid, ihre Zeit scheint vorbei: Dazu gehören Tupalo, sms.at (ein Urgestein des österreichischen Internet) oder szene1.at.

 

 

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