ÖWA plus 4/2013: Was Sie aus den Zahlen herauslesen können

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Die Österreichische Web Analyse (ÖWA) hat heute die Daten der ÖWA plus für das 4. Quartal 2013 veröffentlicht. Hier die Top 20 der Online-Angebote pro Monat und pro Tag:

 

 

Man sieht schon: Die Reihenfolge ist unterschiedlich, je nachdem ob man nach Monats- oder nach Tagesdaten sortiert.

Wenn man nun hergeht und ausrechnet, wieviel Prozent der Monatsnutzer jeweils an einem Tag den Onlinedienst genutzt haben, dann erhält man ein Maß für die Nutzungsintensität. Je höher dieser Wert, desto mehr der gesamten Nutzer eines Dienstes kommen auch an einem Tag. Beim GMX als Mail-Service ist die Spitzenposition wenig überraschend; hervorragend hier der ORF als am intensivsten genutzter Nachrichtendienst. Die Unterschiede sind beträchtlich. Zum Vergleich ein Beispiel vom Ende der Liste: Bei profil.at kommen nur knapp fünf Prozent der Monatsnutzer an einem Tag, bei der Wiener Zeitung als täglich aktualisiertem Angebot ist der Wert nur geringfügig höher.

 

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Nun kann man ÖWA Basic und ÖWA plus gegenüberstellen, also Unique Clients und Unique User. Etwas vereinfacht heißt das, man vergleicht die Gerätenutzung mit den tatsächlich dahinter stehenden Personen:

 

oewa-plus-q4-2013-unique-user-und-unique-clients-pro-monat

Für oe24 gibt es in Q4 / 2013 keine Daten, da zumindest ein Monat nicht gemeldet wurde.

Wenn man diese Tabelle nun anders  sortiert, nämlich nach dem Prozent der Unique User, die aus den Unique Clients „heraus geholt“ werden, dann sieht das so aus:

 

 

Was lässt sich daraus schließen? Die ÖWA Basic misst mit den Unique Clients Endgeräte. Die ÖWA plus versucht mit den Unique Usern die Menschen hinter diesen Geräten zu erfassen. Heute ist es ja üblich, dass ein User mit mehreren Geräten (PC, Notebook, Smartphone, Handy, Privatgeräte, Geräte im Büro, etc.) im Internet surft. Allerdings schließt die ÖWA plus dabei auch User aus, die in der ÖWA Basic mitgezählt werden: nämlich Nutzer aus dem Ausland und solche unter 14 Jahren.

Ist nun der Prozentsatz der Unique User, die aus den Unique Clients „gewonnen“ werden, gering, dann ist das zunächst weder gut noch schlecht. Es kann auf mehrere Ursachen hindeuten:

  • relativ viele User aus dem Ausland
  • relativ viele User, die mit mehreren Geräten zugreifen
  • viele User via Suchmaschinen (evtl. durch SEM) oder via Social Media – also „Flybys“, die einmal eher zufällig vorbeikommen und somit technisch von der ÖWA Basic erfasst werden, aber nicht von den Fragebögen der ÖWA plus
  • eher theoretisch: viele User unter 14

Und abschließend noch ein Blick auf die „Mobilkaiser“: Welche Onlinedienste haben den höchsten Anteil an mobilen Usern?

 

 

Und hier noch im Vergleich zum 4. Quartal 2012 die Sieger und Verlierer (unter UU die absoluten Werte aus Q4 / 2013):

 

 

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